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Esotera 6/98

Die Andere Realität Nr. 3/1998

 Spiritueller Pop mit Asires
Harald Feierabend interviewt den Künstler

 Harald Feierabend:
Asires, mit deiner CD-Produktion „There is a Light“ hast du einen völlig neuen Musikstil geschaffen, den „New Spiritual Pop“. Die Verschmelzung von kraftvoller Meditationsmusik mit rhythmischen Popsongs ist so noch nie da gewesen. Wie kam es dazu?

 Asires:
Mit „There is a Light“ möchte ich zwölf Themen und Erlebnisse, die mich auf meinem bisherigen Lebensweg sehr berührt haben, in einer Art Geschichte mit anderen Menschen teilen.

Durch die bewusst gewählte Titelreihenfolge soll der „rote Faden“ einer inneren Entwicklung erkennbar werden. Die Abwechslung von Pop- und Meditationsmusik steht für das Wechselspiel der Energien, wie wir es ja vom Ein- und Ausatemstrom oder dem Laut und Leise der Klassischen Musik kennen. Das mitfühlende Erleben dieses  „Heilsweges“ soll hierdurch intensiviert werden.

Harald Feierabend:
Du bist ja nicht von klein auf Musiker. Gibt es eine Art „Initialzündung“, die in dir die musikalische Ader zum Vorschein gebracht hat?

 Asires:
Meine „Initialzündung“ kam erst, nachdem ich mich auf den Weg nach Innen begab und schließlich einige Erfahrungen machen durfte, zu deren Mitteilung ich mich mehr gedrängt als eingeladen fühlte. Ich gab also nach, kaufte mein erstes Instrument und fing an. Ich glaube, „Someone“ hat mir hierbei sehr geholfen. Darüber singe ich im ersten Titel der CD. Die Musik dient also eher als ein Mittel zum Zweck, damit die Botschaft auf verschiedenen Ebenen „rüberkommen“ kann.

Mit 21 Jahren hatte ich dann einen schweren Motorradunfall, seitdem kann ich meine geistige Führung nicht mehr leugnen.

Harald Feierabend:
Die geistige Dimension ist für deine Musik ein unverzichtbares Element. Welche Erfahrung hast du mit Spiritualität in deinem eigenen Leben gemacht?   

Asires:
Ich wuchs in einer vom Leid sehr geprägten Familie auf. Mein schockierendstes Erlebnis war der Tod meiner Mutter, als ich 16 Jahre alt war. Jeglicher Glaube an Gott, Spiritualität, höheres Bewusstsein etc. war seit diesem Tag für mich gestorben. Mit 21 Jahren hatte ich dann einen schweren Motorradunfall, seitdem kann ich meine geistige Führung nicht mehr leugnen. Darüber singe ich im fünften Titel der CD: „Unchained from Destiny“. 

Danach begann meine bewusste Suche nach dem Göttlichen, nach dem höheren Sinn meines Lebens. Die nötige Wende war gekommen. Ich begann tatsächlich ein neues Leben.  Ich verließ meine Heimatstadt, meine Familie, meine Freunde, zog mich sehr zurück, las und meditierte viel. Ich erlebte eine glückselige Sinnhaftigkeit. Der Wunsch zur Heilarbeit wuchs in mir, und so wurde ich zunächst Klient mehrerer Therapieformen und später dann Therapeut. Durch „There is a Light“ möchte ich erreichen, dass andere Menschen sich in ihren Erfahrungen bestätigt fühlen, und ich glaube, dass durch die Verbindung von Musik und Wort mehr übermittelt wird, als es Worte allein können. 

Harald Feierabend:
Was möchtest du mit deiner Musik bei den Zuhörern bewirken?

  Asires:
Vielleicht brauchen einige von uns nicht so viel Leidensdruck wie ich für ein bewussteres und liebevolleres Leben. „There is a Light“ soll eine Inspiration oder Motivation anbieten. Auf welcher Bewusstseinsebene man sich auch befinden mag, sie hält eine Einladung für die Seele bereit, sich an ihre eigene Göttlichkeit zu erinnern und durch diese Erinnerung mehr Sinn und Erfüllung zu finden. 

Harald Feierabend:
Chris Griscom und Tom Johanson bescheinigen deinen Stücken eine außerordentliche geistige Kraft. Was ist das Geheimnis deiner Kompositionen? 

Asires:
Vor jeder Komposition versuche ich, entspannt und zentriert zu werden. Ich bemühe mich, durch ungeteilte Aufmerksamkeit Energie in mir zu sammeln und frage nach innen, welches Thema bzw. welche Melodie gerade jetzt auf irgendeine Art wichtig ist und ausgedrückt werden möchte. Es findet so etwas wie ein kleines Ritual statt, ähnlich der Vorgehensweise eines Gebets der alten Kahuna-Priester Hawaiis. Dies tut mehr oder weniger bewusst jeder Künstler und ist sicherlich kein Geheimnis und auch kein magischer Schlüssel für eine größere geistige Kraft in meiner Musik. Ich glaube, dass neben weiteren Faktoren auch der Wunsch wichtig ist, zur Schöpfung  mit unseren Fähigkeiten beitragen zu wollen.

Harald Feierabend:
Welche Rolle hat Musik für den geistigen Weg eines Menschen überhaupt?

Asires:
Musik kann unsere Seele (wie jede andere Kunstform natürlich auch) an ihre höhere Existenz und göttliche Einheit erinnern. Wenn sie dies tut, dann ist sie zur wahren Kunst geworden und erfüllt ihre ursprüngliche Bestimmung. Durch ihre Brückenfunktion zwischen der einzelnen Seele und ihrer göttlichen Einheit bzw. Göttlichkeit übermittelt sie Erinnerungen bzw. Seelennahrung und kann zur Heilung der Seele, des Geistes und des Körpers beitragen. „There is a Light“ soll eine solche Brücke bzw. Treppe (wie auf dem Coverbild zu sehen) anbieten - für jeden Menschen in seiner eigenen Zeit.

Deshalb ein kleiner Tipp: Nimm dir einen oder mehrere Tage Zeit für deine Entspannung und Heilung. Wenn dein Ego „keine Zeit“ hat, dann stell dir einfach vor, dass es dein letzter Lebenstag ist. Du musst ja sowieso irgendwann sterben - und das muss auch das Ego zugeben! Gegen Ende dieser Entspannungs- und Meditationszeit, wenn dein Bewusstsein wieder offener, dankbarer, klarer und erweitert ist, höre dir diese CD an! Es ist wie immer eine Frage unseres Bewusstseins, wie wir die Wirklichkeit wahrnehmen. Wenn wir Musik mit gesteigerter Erwartung und Offenheit hören, dann kann sich unsere Wahrnehmung zur göttlichen Erkenntnisebene aufschwingen und uns vielleicht sogar glückselige Einheitserlebnisse schenken. 

Harald Feierabend:
Welche Musik hörst du privat am liebsten?

Asires:
Privat höre ich gerne harmonische Stücke, die meine Seele ansprechen und bei denen ich das Gefühl hab‘, dass mir hier eine Erinnerung, eine kleine Heilung geschenkt werden soll. Aus diesem Grund habe ich keine festgelegten Lieblingsinterpreten, Gruppen oder Musikrichtungen, sondern eher einzelne Lieblingstitel. Z.B. höre ich gern „Leuchtendes Schweigen“ von Peter Maffay, Enya, teilweise Michael Jackson, z.B. „Heal the World“, Loreena McKennitt oder von Hans Albers: „Es ist egal, ob du´n kleiner oder großer Esel bist“ etc. 

Anmerkung: Asires wird auf dem „Weltkongress der Indianer und Schamanen“ ab 29. Mai im SWISSOTEL in Neuss seine Werke (Details Seite 11ff.) präsentieren. Folgendes Lied wird sozusagen unser Kongresslied werden. Gesang: Asires und Yvonne.

 In deutscher Übersetzung: 

MUTTER

Asires: Du bist so schön, unglaublich - die Sonne liebt dich und du weißt, dass es wahr ist.

Yvonne: Die Seelen kehren zu dir zurück, dein Schatten kleidet den Mond. Wir nennen dich Mutter-Erde. Du bist des Lebens Quell und Ort.

Asires: Aber wir haben dich krank gemacht, und du weißt, dass es wahr ist. Also Mutter, was können wir tun - 

Yvonne: Für dich... für dich.

Asires: Du bist so wunderbar, unglaublich - Königin der Polarität, du lehrst Harmonie.

Yvonne: Ein Tor zur Ewigkeit, auf der Bühne des Schicksals. Nah an deinem Warm schlagenden Herzen fühlen wir uns niemals allein, niemals getrennt.

Asires: Aber wir haben dich krank gemacht,  und du weißt, dass es wahr ist. Also Mutter, was können wir tun - 

Yvonne: Für dich... für dich.

Asires: Du bist so magisch, unglaublich - Unsere Körper sind von dir, und du weißt, dass es wahr ist.

Yvonne: Deine friedvolle Energie erzählt von Intimität. In deinen Augen sehe ich - dich zu heilen bedeutet, mich zu heilen.

Asires: Wie immer wir dich auch verletzen, verletzen wir uns selbst, und du weißt, dass es wahr ist.

Yvonne: Es ist wahr... es ist wahr.

Visionen 03/98

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